65 Kilometer über Schwarzwaldhöhen - Urlaub im Schwarzwald

Sie ist die schönste Aussichtsstraße im Schwarzwald, die älteste Ferienstraße in Deutschland und wurde vor mehr als 75 Jahren auf schmalen Holzabfuhr- und Wanderwegen angelegt: die „Schwarzwaldhochstraße“. Als B 500 führt sie heute gut ausgebaut von Baden-Baden kurvenreich über die Bühlerhöhe auf den Kamm des Nordschwarzwaldes und meist zwischen 900 Meter und 1000 Meter Höhe an Hornisgrinde und Mummelsee vorbei nach Freudenstadt. Zwar bekam sie ihren Namen schon 1930, doch erst mit der zwei Jahre später begonnenen Verbreiterung des Abschnittes zwischen Unterstmatt und Ruhestein wurde sie zum Rückgrat des Straßenverkehrs im Norden. 2007 feiert man deshalb an der 65 Kilometer langen Strecke 75-jähriges Jubiläum.

Das langgestreckte Langenordnachtal führt von Titisee-Neustadt nach Waldau. Beim Wandern auf dem Westweg ist man auch hier unterwegs. 
Foto: Erich Spiegelhalter

Mit der Schwarzwaldhochstraße verbinden sich seit Anfang klangvolle Namen viel besuchter Urlaubsorte, Kurhäuser und Sommerfrischen: Schlosshotel Bühlerhöhe, Plättig Hotel, Kurhaus Sand, Kurhaus Hundseck, Kurhaus Unterstmatt, Mummelsee, Ruhestein, Schliffkopf-Hotel, Zuflucht. Nur dass diese ursprünglich nicht gut erreichbar an der Höhenstraße, sondern an den Passhöhen der alten Querverbindungen über den Schwarzwald lagen.

Heute können die jährlich gut eine Million „Autowanderer“ bequem auf der kurvenreichen Strecke dahinrollen, an zahlreichen Parkplätzen aussteigen und grandiose Ausblicke nach Westen über die Rheinebene in die Vogesen oder nach Osten auf ausgedehnte Wälder, Täler und breite Bergrücken genießen.

Zum Stopp verlocken zahlreiche Naturschauspiele. Unterhalb des Klosters Allerheiligen stürzen Wasserfälle in sieben Kaskaden 83 Meter in eine tief eingeschnittene Schlucht. Auf Treppen und Brücken bieten sich immer neue Einblicke. Einsam und karg wirkt dagegen der Hochmoorerlebnisweg auf der Hornisgrinde, mit 1164 Metern höchster Berg des Nordschwarzwalds. Lebhafter geht es am Mummelsee zu, der nicht nur bei einem Kurzurlaub im Schwarzwald, zu einer Kaffee-Pause mit Boot fahren einlädt. Für Kinder ist das Freizeitzentrum am „Mehliskopf“ mit Rodelbahn und Klettergarten ein Hit. Und einen „Spaziergang“ der ganz besonderen Art kann man auf dem „Lotharpfad“ erleben. Hier steigen, klettern und laufen Besucher über Stege, Treppen und Leitern ein oder zwei Stunden lang durch eine Waldbruchfläche, die nach dem Orkan Lothar von Weihnachten 1999 absichtlich nicht geräumt wurde. Hier kann nun jeder mit eigenen Augen sehen, wie sich die Natur behauptet und aus dem Chaos wieder ein neuer Wald wächst.

Gefeiert wurde das Jubiläum entlang der Ferienstraße mit verschiedenen Events und Festen. Am 27. und 28. Mai zum Beispiel mit einem großen Pfingstfest am Mehliskopf. Am 23./24. Juni stieg am „Hundseck“ ein Jubiläumsfest, am 1. Juli auf der Hornisgrinde das Turmfest.

Ausflüge mit der Schwarzwaldbahn

Eine der schönsten Bahnstrecken in Deutschland ist die 1873 eröffnete Schwarzwaldbahn von Offenburg durch das Kinzigtal nach Villingen-Schwenningen. Die heutige Strecke beginnt bereits in Karlsruhe und führt über den Schwarzwald hinaus bis nach Konstanz am Bodensee. Die Tunnel, Viadukte und Doppelschleifen im mittleren Schwarzwald gelten als besondere Ingenieurleistung des 19. Jahrhunderts. Die neue Broschüre „Steig mal aus“ gibt „Tipps für Entdeckungen entlang der Schwarzwaldbahn“. 36 Ausflugsziele entlang der 23 Bahnhöfe werden in Wort und Bild dargestellt und laden zum gezielten Tagesausflug oder zu Zwischenstopps auf der rund 250 Kilometer langen Zugstrecke ein.
Die 28seitige Broschüre „Steig mal aus“ mit Kontaktadressen aller Tourist-Infos und der vorgestellten Attraktionen gibt es gratis bei Schwarzwald Tourismus, Ludwigstr. 23, 79104 Freiburg, Telefon 01805 661224, Fax: 01805 661225 (je 14 Ct./Min.), www.schwarzwald-tourismus.info